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Auf den Transport eines Bekleidungsstücks entfallen ca. 10 Prozent des gesamten Energieinputs. Ein T-Shirt hat auf dem langen Weg von der Produktion bis zum Händler schnell 20.000 km per Flugzeug, Schiff, LKW oder Bahn zurückgelegt.

Doch egal, welches Transportmittel gewählt wird. Unnötig ist, was gerade bei (konventionellen) T-Shirts vorkommt: ein Transport von Baumwolle aus den USA nach China, die dortige Verarbeitung und der Rücktransport der T-Shirts (oder der verarbeiteten, gesponnenen Baumwolle) in die USA (die dort fertig konfektioniert werden).

Leider ist über den Transport von Kleidung und ihren Rohstoffen schwer etwas für jedes Einzelstück in Erfahrung zu bringen. Hier nur einige kurze Hinweise.

Hanf aus Mitteleuropa
Naturmode aus Hanf ermöglicht kurze Transportwege. Hanf wächst auch in Mitteleuropa. Wenn man Kleidung auf Hanf kauft, lohnt die Nachfrage, wo das Rohmaterial herkommt und wo es verarbeitet wurde. Je näher, desto besser. Nebenbei wird beim Hanfanbau wenig oder gar nicht gespritzt, da Hanf eine sehr robuste Pflanze ist.

Baumwolle "aus der Nähe"
American Apparel zum Beispiel verspricht, seine Waren direkt in den USA zu verarbeiten. Da die USA viel Baumwolle anbauen, sollte also der Rohstoff relativ kurze Transportwege zum Produktionsort (Los Angels) haben. Wobei "kurz" in den USA auch schon relativ ist – und der Transport wohl per Truck stattfindet. Aber immerhin: Kein Hin- und Her zwischen den Kontinenten – erst beim Transport nach Europa.

(Bio-)Baumwolle wird auch in Griechenland, der Türkei und Nordafrika angebaut. Von dort ist die Entfernung nach Mitteleuropa noch am geringsten. Konventionelle Baumwolle wird allerdings unter Einsatz von Chemie angebaut, Biobaumwolle ist rar.