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Nachhaltiger Schmuck

Sie sind für die Ewigkeit gemacht. Schmuckstücke aus Gold, Silber oder anderen Edelmetallen begleiten uns oft ein Leben lang. Doch mal Hand aufs Herz, denken wir wirklich immer so darüber nach unter welchen sozialen und ökologischen Bedingungen die Mehrheit des Schmucks auf der Welt entsteht?

Gewinnung von Edelmetallen

Anders als Klamotten haben Schmuckstücke keinen Waschzettel, der etwas genaueres verraten könnte. Die Gewinnung von Edelmetallen, vor allem von Gold hat alles andere als mit Goldgräber-Romantik zu tun. Für den Abbau werden riesige Mengen Gestein umgegraben, ganze Mondlandschaften entstehen und für die Freisetzung des Metalls werden oft giftige Chemikalien eingesetzt. Zudem ist die Produktionskette in der Schmuckherstellung extrem komplex. Rund um den Globus verteilt findet die Fertigung statt und oftmals sind dabei viele Händler zwischengeschaltet. So wissen neben den Endkonsumenten oft auch viele Schmuckhersteller, Goldschmiede oder Kaufhäuser nicht, wo und wie die Rohstoffe entstanden sind.

Initiativen für fair gehandelten Schmuck

Deutschland ist einer der umsatzstärksten und größten Schmuckmärkte Europas und einige Labels bieten bereits verantwortungsvoll produzierten und fair gehandelten Schmuck an. Zum Beispiel vermarktet und zertifiziert die Initiative „Fair Trade in Gems and Jewelry“ unter dem Markenzeichen „fair & green“ Gold, andere Edelmetalle und Edelsteine aus ökologisch verantwortlicher Kleinbergbauförderung in Peru, Bolivien und Argentinien.

Die Importorganisation „EZA Fairer Handel“ setzt sich seit vielen Jahren für einen gerechteren Nord-Süd-Handel ein und bietet fair gehandelten Schmuck an. Eine weitere Möglichkeit ist, Recyclingschmuck zu verwenden. Das kann zum Beispiel Gold- oder Silberschmuck sein, der eingeschmolzen und erneut verarbeitet wurde. Recyclingschmuck kann aber auch aus jedem anderen Material bestehen: Die TrashDesignManufaktur aus Wien fertigt Accessoires, Schmuck und Möbel aus alten Elektronikgeräten. Im Vergleich zu grüner Kleidung besteht bei Schmuck noch ein sehr viel größerer Nachholbedarf. Was man auf jeden Fall tun kann: Beim Schmuckkauf detailliert über die Herkunft des Rohstoffs nachfragen, unter anderem ob ein Zertifikat über den Herstellungsprozess vorliegt. Auch bei Modeschmuck lohnt das Nachfragen, wie und wo er entstanden ist.