Mal wieder etwas Neues aus dem Hause „organic fashion made in Germany“! Es gibt ein neues Label namens treu. Gegründet hat es die Designerin Katrin Schöllhorn aus Hamburg.
„Seinen Idealen treu bleiben...“
So lautet der Grundsatz, nach dem die 29-Jährige in ihrem Hamburger Atelier minimalistische und lässige Kollektionen entwirft. Im Mittelpunkt stehen Kleidungsstücke, die ausschließlich unter Verwendung von fair gehandelter Bio-Baumwolle hergestellt werden. Außerdem erfolgt die Produktion in Deutschland, was nicht nur einen qualitativen Vorteil mit sich bringt, sondern auch kurze Transportwege sowie die Unterstützung kleiner Produktionsbetriebe. „Dass ’treu’ ein grünes Label geworden ist, war für mich selbstverständlich. Ich wollte und will Kleidung mit gutem und reinem Gewissen verkaufen“, erklärt Katrin Schöllhorn.
Anhand ihres Lebenslaufs kann man ihre zielstrebige Karriere erkennen. Nachdem sie in München ihre Ausbildung als Damenschneiderin abgeschlossen hatte, folgte eine Tätigkeit als Musternäherin bei Hugo Boss in Metzingen. Im Anschluss an eine Weiterbildung zur Produktentwicklerin an der Staatlichen Modeschule Stuttgart sowie eine Trainee-Position in diesem Fachgebiet folgte im November 2010 der Schritt in die Selbstständigkeit. Die “treu“-Kollektion besteht vor allem aus Basics, in dezenten Farben mit geradlinigem Design. Für die kommende Winterkollektion ist bereits eine Erweiterung um Cardigans, Hosen und Schals geplant.
treu: bio und fair
Katrin Schöllhorn möchte das Thema Nachhaltigkeit in der Mode endlich stärker voran treiben: „Es ist höchste Zeit, dass die Unternehmen endlich Verantwortung übernehmen und ihre Herstellungsbedingungen verschärfen und besser kontrollieren. Das, was die kleinen Biolabels bewirken, ist ein Anfang, aber leider nur ein Tropfen auf den heißen Stein“, lautet ihr Standpunkt. Der Unterschied zu der Beschaffenheit von konventioneller Kleidung liegt unter anderem darin, dass beim biologischen Anbau von Baumwolle keinerlei Pestizide oder chemische Dünger verwendet werden. Um den Reifegrad der Pflanzen zu garantieren, wird die Baumwolle von Hand geerntet. De facto beträgt laut der Faseranteil konventionell angebauter Baumwolle bei Textilien weltweit etwa 38 Prozent. Vergleichsweise winzig ist bislang der weltweite Anteil an Biobaumwolle mit nur 0,1%.
Was sich die Designerin wünscht? Ein Umdenken im Konsumentenverhalten, so dass bewusster eingekauft wird. Das ist auch das langfristige Ziel und der Sinn, der hinter “treu“ steckt. Und wir wünschen Katrin viel Glück und Erfolg und gratulieren zu dieser schönen Idee, Basics für die "Ewigkeit" zu schaffen – also Stücke zu entwerfen, die einem zumindest lange Zeit treu bleiben.
Eine Meinung zu "Designerin Katrin Schöllhorn gründet „treu“: „Es ist höchste Zeit, Verantwortung zu übernehmen“"
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Dass der Anteil an Biobaumwolle dermaßen gering ist, ist wirklich erschütternd, vor allem wenn man bedenkt, was Pestizide der Umwelt, Mensch und Tier antun.