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Warm und wollig – Wintermode für Kinder

Leider hat der zweite Teil des Artikels zu Wintermode für Kinder etwas auf sich warten lassen. Die Kinder waren krank und so wurde aus „Ende der Woche“ nun „Ende nächster Woche“. Entschuldigung dafür.

Nachdem letzte Woche  die Kleinen bis 2 Jahre dran waren, nun also die etwas größeren Kinder. In unserem Fall bedeutet das ein Kind im Vorschulalter, aber die hier vorgestellten Teile gibt es zumeist für Kinder bis 8 oder sogar 10 Jahre.

Angefangen hat alles mit der Suche nach warmer Unterwäsche, denn da mein Sohn ein kleiner Rabauke ist, kaufe ich „Verbrauchsware“ wie Hosen und Jacken zugegebenermaßen gerne second hand.

Besonders gefallen hat mir da dieses Jahr die lange geringelte Wäsche von storchenkinder aus weicher Merinowolle (Foto mitte) – lange Schlittentouren wir kommen!

Aber auch eine gute u.  v.  a. schöne Winterjacke muss sein.

Meine persönlichen Lieblingsstücke sind da diesen Winter die Jacken und Mäntel von Charle Berlin, die kurze Jacke „Bent“ (Bild unten), der Duffle Coat (Bild oben) und der Mantel „Anike“, die alle in Berlin hergestellt werden, zumeist mit Stoffen aus kbT und kbA.

Dort habe  ich außerdem einen in Berlin handgefertigten Strickmantel in weiß für Mädchen entdeckt. Wer es generell lieber etwas mädchenhaft mag, wird dieses Jahr außerdem auch bei hess natur fündig: Dort gibt es ein niedliches graues Strickkleid mit rosa Blümchen (leider allerdings nicht kbT).

Pullis lasse ich auch dieses Jahr wieder welche von mir und meinem Mann für die Kinder „aufbereiten“, wer lieber neu kauft, findet z. B. bei disana Wollpullover und Strickkleid aus kbT-Wolle (allerdings nur bis Größe 116).

Ach ja, und warme Mützen für alle Altersstufen in Bio-Qualität findet man bei PICKAPOOH.


Noch ein paar Bemerkungen zum Schluss:

Nachhaltige Mode wird, das liegt in der Natur der Sache, fast nur aus organischen Materialien wie Baumwolle, Hanf, Seide und, im Winter, Wolle, hergestellt. Natürlich kenne auch ich die Probleme, die sich v. a. aus letzterem ergeben können.

Problem 1: „Mamaaaaaa, das kraaaaaaaaaatzt“. Ja, Wolle kratzt manchmal ein bisschen. Bei Pullis ist dem ja leicht zu begegnen, indem man ein dünneres Baumwollshirt drunterzieht. Aber bei den höheren Kragen von Jacken, bei Mützen und Schals verweigert sich der Nachwuchs ab und an konsequent. Zum Glück gibt es deshalb jetzt viele Jacken und Mützen mit Baumwollfutter oder ganz aus Baumwollvlies und auch Wolle wird so verarbeitet oder materialgemixt, dass sie kaum noch kratzt.

Problem 2: Wasserdichtigkeit und Isolierung. Wollwalk ist bis zu einem gewissen Grad sehr wasserdicht, aber stundenlangem Ski- oder Schlittschuhfahren mit diversen Stürzen auf Schnee und Eis hält er oft doch nicht stand. Die wirkliche Patentlösung habe ich dafür noch nicht gefunden. Green Cotton hatte einen Schneeanzug im Sortiment, der immerhin zu 40% aus recyceltem Kunststoff bestand. Vielleicht ist der Recycling-Faktor in Zukunft noch ausbaufähig. Bis dahin ist, wie bereits gesagt, der Kauf aus zweiter oder dritter Hand eine durchaus nachhaltige Alternative.

Problem 3: Wolle und damit auch Wollkleidung aus kbT (kontrolliert biologischer Tierhaltung) ist gar nicht so einfach zu bekommen. Das liegt v. a. daran, dass beim schnell wachsenden Biosegment momentan noch das Angebot der Nachfrage hinterherhinkt bzw. daran, dass der Markt bisher zu klein für eine getrennte Produktionskette, wie sie kbT erfordert, war. Hoffentlich ändert sich das in nächster Zeit und ich kann euch nächstes Jahr eine große Auswahl an Kleidung aus kbT-Wolle vorstellen!

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