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Die Meister der Muster: Ken Panda aus Berlin

Verspielte Muster, detaillierte Drucke und hochwertige Biobaumwoll-Stoffe. Dafür steht das Berliner Label Ken Panda. Seit 2007 designen und produzieren das Ehepaar Kenan Polat und Efka Weber Hoodies, Pullover, T-Shirts und Kleider. Die Kreationen sind zeitlos und zugleich urban, eine echt besondere Mischung. Mehr zur Kleidung von Ken Panda gibt‘s bei DaWanda oder im avocadostore. Wir haben mit Kenan Polat gesprochen.

Markenzeichen sind Eure Muster, wie zum Beispiel der Nachtwald, Elefanten oder Baumwollknospen. Was inspiriert Euch?

Alles ist Inspiration, ob in der Natur oder auf den Berliner Straßen. Manchmal ist es eine Kleinigkeit, die Lust macht weiterzudenken und gemeinsam an einem Entwurf zu basteln. Alles ist dabei erlaubt. Wir probieren viel Neues aus, ob Farben oder Formen. So ist ja auch Ken Panda entstanden: Aus Spaß am Experimentieren begann ich Muster zu schneiden, lernte selber zu nähen und habe erste T-Shirts gestaltet. Die allererste Schablone war ein Panda und dann hatten wir auch unseren Namen.

Ihr stellt jedes Teil selber in Berlin her. Wie genau läuft so eine Produktion ab?

Da alle Klamotten komplett bedruck sind - also vorne und hinten, ist der Druckprozess recht aufwändig. Die Stoffbahnen werden deshalb schon im Atelier zugeschnitten und dann in die Siebdruckwerkstatt mitgenommen. Mit unseren riesigen Schablonen werden die Stofflagen dann dort bedruckt. Der Kunde kann sich dann ein individuelles Kleidungsstück bestellen - eine bestimmte Farbe zusammen mit einem Muster seiner Wahl. Bei uns ist fast nichts vorproduziert. Das meiste läuft nach Anfrage. Wir haben ein super Team und liebe Helfer, ohne die wir das alles gar nicht schaffen würden.

Eure Stoffe bezieht Ihr von Lichtschatz Projekte aus Bayern, einer Firma, die ausschließlich GOTS-zertifizierte Materialien aus Biobaumwolle vertreibt. Welche Rolle spielt Nachhaltigkeit für Eure Mode und wie seid Ihr dazu gekommen?

Vor ein paar Jahren ist aus einer gemeinsamen Aktion mit anderen Berliner Labels ein Fotoshooting entstanden, in dem wir zum ersten Mal Bio-Jersey verwendet haben. Aus den Resten haben wir Stücke für Ken Panda gemacht und die Stoffe haben sich einfach toll angefühlt. Wir sind auch viel auf Messen unterwegs gewesen und haben irgendwann gemerkt, wie wichtig dieses Thema ist.

Der Herstellungsprozess von Kleidung ist und bleibt belastend für die Umwelt, allein schon wegen der verwendeten Wassermengen. Ausschlaggebend ist für uns deshalb der pestizidfreie Baumwollanbau. Wir möchten damit einen Mindestbeitrag zum Umweltschutz leisten und sicherstellen, dass solche Stoffe im Produktionsprozess eben nicht ins Wasser abgehen. Zusätzlich recyceln wir bei Ken Panda auch Stoffe aus Restbeständen.

Wo seht Ihr Euch mit Ken Panda in ein paar Jahren?

Wir haben noch einige neue Designs in der Schublade liegen und kommen momentan gar nicht hinterher, alles umzusetzen was uns in den Köpfen schwirrt. Es ist eine spannende Zeit. Wir wollen noch mehr Leute erreichen und ein Umdenken anregen. Es geht zum Beispiel darum weniger Klamotten zu haben, aber dafür eben fair produzierte Schmuckstücke. Ken Panda soll in Zukunft weiter wachsen, auch mit neuen Ideen. Eine Vision ist es, dass sich unsere Kunden irgendwann selber eigene Teile designen und online ihr Blanko-Hoody mit Mustern  zusammenstellen.

ModeafFAIRe sagt Danke für das Interview!


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