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Recycling für alle Sinne

Der Sommer ist auf dem Weg zu uns - und somit rückt für viele auch das Ausmisten des Kleiderschranks in greifbare Nähe. Wer seine ausrangierte Kleidung nicht einfach im Mülleimer oder in der Altkleidersammlung verschwinden lassen will, der gibt sie zum Beispiel in einen Second-Hand-Shop. In einigen Second-Hand-Shops bekommt man eventuell noch ein paar Euro dafür, in anderen spendet man einfach.

Second-Hand-Kleidung mag zwar nicht ökologisch korrekt hergestellt worden sein, dennoch wird sie wieder verwendet, was schließlich auch zum Umweltschutz beiträgt und nachhaltig unserer Wegwerf-Mentalität entgegen wirkt.

Wundertüte Second-Hand-Laden
Sicherlich waren die meisten schon mal auf Antik- und Second-Hand-Märkten. Vielleicht hat aber der ein oder andere auch Bedenken, dass vor allem die Kleidung abgenutzt und ausgewaschen sein könnte? Dennoch: Nirgendwo gibt es bessere Möglichkeiten, individuelle Vintage- bzw. Retrofunde zu machen. Klar ist jedoch, dass Second-Hand-Shops die unterschiedlichsten Leute anziehen. Finanzschwache Menschen können hier zu kleinem Preis Shopping-Touren starten und die Kreativen unter uns können ihren individuellen Look aufbessern. Auch für einmalige Anlässe, für die man nicht allzu viel Geld ausgeben möchte, sollte sich etwas finden lassen.

Undurchsichtiger Altkleidermarkt
Der Weg in den Second-Hand-Shop ist kein falscher Schritt, wenn man beachtet, wie undurchsichtig der Altkleidermarkt in Deutschland ist. Laut Greenpeace werden in Deutschland jedes Jahr 500 Millionen tragbare Textilien ausrangiert. Doch wo landen all diese Teile? Altkleidersammlungen beispielsweise halten nicht immer das was sie versprechen. Statt karitativer Organisationen profitieren leider oftmals unseriöse Sammler und wirtschaften in die eigene Tasche. Wer auf Nummer sicher gehen möchte, informiert sich beim Deutschen Zentralinstitut für soziale Fragen oder spendet beim DRK.

Vor allem in Afrika bringt der Altkleiderhandel auch Nachteile. Entwicklungsländer werden regelrecht mit Altkleidern aus dem Ausland überflutet, die regionale Textilindustrie wird zerstört.

Hier könnte der Gang in den Second-Hand-Shop eine Alternative darstellen. Die Second-Hand Branche entwickelt sich stetig und gewinnt in der öffentlichen Wahrnehmung immer mehr an Professionalität (Beispiel eBay). Und egal ob Klamotten, Möbel, Geschirr oder Bücher - es gibt nichts, was es nicht auch second-hand gibt!

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