Online-Portal für faire Mode

Fair-Handels-Branche boomt: Absatz von Textilien legt um über 140 Prozent zu

Deutsche Verbraucher vertrauen beim Einkauf immer öfter auf fair gehandelte Produkte. Im letzten Jahr gaben sie insgesamt 322 Mio. Euro dafür aus – mehr als jemals zuvor. Dies entspricht einer Steigerung von 21 Prozent gegenüber dem Vorjahr und einer Verdreifachung innerhalb der letzten 5 Jahre. So die Ergebnisse der am Freitag vorgestellten Studie zum Fairen Handel 2010.


Insbesondere im Non-Food-Bereich sind Produkte mit dem Fairtrade-Siegel im Kommen: Hier legte der Absatz von Textilien um über 140 Prozent zu. Im Textilfachhandel, Lebensmitteleinzelhandel und in Onlineshops wurden 2009 über zwei Millionen Artikel aus Baumwolle mit Fairtrade-Siegel verkauft.

Die Stärke des Fairen Handels liegt laut dem Verbraucherexperte und Herausgeber der Studie, Volkmar Lübke, in seiner hohen Glaubwürdigkeit. So ist für zwei Drittel der Käufer die „richtige Verwendung des Geldes“ ein sehr wichtiger Grund, fair gehandelte Produkte zu kaufen. Noch wichtiger ist ihnen der Ausschluss von ausbeuterischer Kinderarbeit bei der Produktion. Viele Verbraucher lassen sich auch ganz einfach von der hohen Qualität fair gehandelter Lebensmittel, wie Kaffee, Wein, Fruchtsäfte oder Schokolade überzeugen, die immer wieder in unabhängigen Tests bestätigt wird. „Für den Verbraucher ist der Faire Handel somit ein Garant für hohe Produktqualität zu hohen ethischen und sozialen Standards“, fasst der Marktforscher diesen Trend zusammen.

Hintergrund:
Das Forum Fairer Handel ist das bundesweite Netzwerk des Fairen Handels. Es wurde 2002 gegründet, um die Aktivitäten des Fairen Handels in Deutschland zu koordinieren. Die Mitglieder des Forums sind Organisationen, die ausschließlich im Fairen Handel arbeiten, und Akteure, die die Förderung des Fairen Handels als einen der Schwerpunkte ihrer Arbeit ansehen. Aktuell arbeiten im Forum Fairer Handel zusammen der Weltladen-Dachverband, die Siegelorganisation TRANSFAIR, die Fair-Handels-Importeure GEPA – The Fair Trade Company, EL PUENTE, dwp, BanaFair, Pod-i Mohair und Globo sowie Organisationen wie AEJ, AGL, BDKJ, Brot für die Welt, EED, Misereor, Fair Trade e. V., INKOTA- netzwerk e.V., Servicestelle Kommunen in der Einen Welt und Verbraucher Initiative.

Deine Meinung zu “Fair-Handels-Branche boomt: Absatz von Textilien legt um über 140 Prozent zu”: