Heute stellen wir euch Jen vor, unsere neue Redakteurin. Sie plaudert ein bißchen aus dem Nähkästchen: Wer sie ist, was sie macht und warum sie das Thema grüne Mode so spannend findet.
"Für mich ist Mode ein Weg, meine Persönlichkeit, meine Stimmung auszudrücken. Die logische Konsequenz daraus ist, dass sich meine Kleidung auch meiner Sicht der Dinge, meinem Blick auf die Welt anpassen muss. Was in der Welt um mich herum geschieht, hat mich schon als Kind immer Fragen stellen lassen. Und meine Neugierde wurde von meiner Familie gefördert, die mir schon früh vermittelt hat, dass alles hinterfragbar ist und man Nichts einfachen hinnehmen muss.
Waren es zuerst Umweltthemen, kamen dann mehr und mehr politische Fragen auf, die mich beschäftigten und die ich beantwortet haben wollte. Während meines Studiums der Anglo-Amerikanischen-, Mittleren- und Neueren Geschichte sowie der Geographie fand ich viele Antworten. Doch mir wurden auch neue Probleme bewusst. Das Studium schärfte meinen Blick dafür, was für Auswirkungen politische und wirtschaftliche Entscheidungen haben können, auch für Menschen und Orte, die weit weg von den Entscheidungsträgern wie Unternehmern oder Politikern leben bzw. liegen. Nicht selten haben diese Entscheidungen eben auch Auswirkungen auf die Umwelt. Und so bin ich über die Umweltproblematik in vielen Ländern und ihren Verursachern letztlich bei einem meiner Lieblingsthemen gelandet: Mode.
Ich möchte nicht schon während des Shoppens, was schließlich ein vergnügliches Genusserlebnis sein soll, ein schlechtes Gewissen haben. Das passt so gar nicht zu meinem persönlichen Lifestyle. Sobald ich mich einmal mit diesem Themenkomplex beschäftigt hatte, fiel mir auf, das es doch recht schwierig ist, verlässliche Informationen über die Herkunft und Herstellung von Kleidung zu finden. Vergleichbar einfach ist es zum Beispiel, tierversuchsfreie Kosmetika zu finden: In diesem Bereich existieren Gütesiegel und diverse Positiv- / Negativlisten von anerkannten Organisationen.
Ich fände es daher klasse, wenn durch meine Mitarbeit bei modeafFAIRe mehr Menschen, die sich entweder der Problematik von fairer Kleidung noch gar nicht bewusst sind, oder diejenigen, die eine verlässliche Quelle suchen, gut recherchierte Informationen bekommen – denn letztlich zählt die Kaufentscheidung jedes Einzelnen. Mich reizt persönlich auch die Möglichkeit, endlich alle meine Interessen anhand eines Themas verfolgen zu können, denn Nachhaltigkeit beziehungsweise faire Mode beinhaltet sowohl Umwelt wie Politik, aber eben auch alle Facetten der Modewelt - und so passen diese eigentlich unterschiedlichen Themen am Ende doch zusammen."
Liebe Jen, willkommen im Team! Schön, dass du dabei bist.