Online-Portal für faire Mode

kiss the inuit – Köln und Bonn können mit gutem Gewissen shoppen

kiss the inuit: Seit 2011 kann man in Köln-Nippes nicht weit vom Hauptbahnhof entfernt mit gutem Gewissen Mode shoppen. Und seit dem 22. März können wir endlich auch in Bonn faire Mode kaufen. Zentrumsnah gelegen wurde der zweite kiss the inuit - Laden  eröffnet und modeafFAIRe war für euch vor Ort und hat ein wenig mit der Inhaberin Katharina Partyka geplaudert...

modeafFAIRe: Kiss the inuit gibt es seit 2011. Wie bist Du auf die Idee gekommen einen Laden für öko-faire Mode zu eröffnen? Und was hat es mit dem Namen auf sich?

Katharina: Ich hatte schon früh mit dem Thema Bio zu tun- bereits ab 2003 arbeitete ich mit einem Team daran, die Einführung des Bio-Siegels kommunikativ zu begleiten. Danach arbeitete ich für die Kampagne "Für nu, CO2 auf Kurzstrecken" und leitete knapp 2 Jahre redaktionell zwei lokale Stadtmagazine, die auf Nachhaltigkeit ausgerichtet waren: "natürlich Köln" und "natürlich Düsseldorf". Während dieser Zeit recherchierte ich tolle Marken, die auf Eco-Kleidung spezialisiert waren und ab da war ich "angefixt". Ich war so begeistert von den Labels, den Leuten dahinter und den wirklich modisch tollen Sachen, dass ich es am liebsten in die Welt rausgeschrien hätte. Als dann ein Laden in Köln bei mir um die Ecke frei wurde, habe ich nicht lange gezögert und einen Organic Fashion Laden aufgemacht. Der Name bedeutet Näschenreiben der Inuits, eines der letzten Ur- und Naturvölker unserer Erde. Mein Sohn inspirierte mich dazu, wir machten das gerade, und plötzlich hatte ich diesen Geistesblitz.

modeafFAIRe: Wann und warum entstand die Idee einen zweiten Laden in Bonn zu eröffnen?

Katharina: Ich habe Kundschaft aus Bonn in Köln und durch Gespräche und Podiumsdiskussionen in Bonn erfuhr ich, dass es dort keinen Eco-Laden gab. Da war ich schon mal sensibilisert - und da die UNO, viele Menschenrechtsorganisationen, Umweltverbände etc. in Bonn ansässig sind und die Satdt fairtrade-Town ist, dachte ich, wäre das keine schlechte Idee mit Bonn. Da wir hier zudem viele Freunde haben, die uns im Laden unterstützen und wir ein tolles Ladenlokal ehrlich gesagt zufällig sehr schnell gefunden haben, setzten wir die Idee in die Tat um.

modeafFAIRe: Wie würdest Du selber den Stil der Kleidung und der Labels beschreiben, die man bei Euch kaufen kann?

Katharina: Der Green Fashion Style bei kiss the inuit ist frisch, lebendig und urban. Und ehrlich gesagt völlig altersunabhängig.

modeafFAIRe: Bei der Eröffnung letzten Samstag habe ich mitbekommen, wie ein Kunde Dich nach den Zertifizierungen der Labels gefragt hat. Gibt es viele Kunden, die sich zum Beispiel nach der Herkunft der Kleidungsstücke erkundigen?

Katharina: Ja, das fragen schon viele. Eco-Fashion und vor allem auch die Siegel sind erklärungsbedürftig. Deshalb ist auch wichtig, dass alle im Kiti-Team Bescheid wissen. Wir  haben dazu auch ein Handout entwickelt und alle wichtigsten Infos stehen auch auf der Website.

Beide Läden besitzen absoluten Wohlfühlcharakter und haben eine richtig gute Auswahl an über 20 eco-fairen Labels für "Sie" und "Ihn". Ihr findet hier zum Beispiel People Tree, K.O.I. Jeans, bleed, Komodo und Treches und mit A Beautiful Story auch ein wirklich tolles Schmucklabel. Dieses niederländische Label arbeitet mit einigen wenigen Produzenten, hauptsächlich in Nepal, zusammen und versucht hier eine längerfristige Zusammenarbeit aufzubauen und so die wirtschaftliche Situation der Beschäftigten, hauptsächlich Frauen, zu verbessern. Momentan bauen sie ihre Zusammenarbeit mit Herstellern in Peru, Bolivien und Bangladesh aus. A Beautiful Story ist WFTO-zertifiziert und versucht so nachhaltig wie möglich zu arbeiten. Es entstehen dabei handgefertigte, farbenfrohe fair-trade Armbänder, Ketten und Ringe.

Wer also auf der Suche nach eco-fairer Mode ist, hat jetzt eine Anlaufstelle mehr! Wir freuen uns über 2 Mal kiss the inuit!

Deine Meinung zu “kiss the inuit – Köln und Bonn können mit gutem Gewissen shoppen”: